Zum Thema „Darmkrebs: Früh erkennen, erfolgreich behandeln – was Sie unbedingt wissen müssen“ informieren Dr. Michael Scheruhn, Dr. Henning Kempelmann und Dr. Murwan Ayoub vom Darmkrebszentrum Buchholz im GesundheitsGespräch am 12. März 2026 um 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses in Buchholz.
Herzliche Einladung zum GesundheitsGespräch
Darmkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Etwa 55.000 Menschen erkranken jährlich daran. Auch junge Menschen sind immer häufiger davon betroffen. Ein prominentes Beispiel: James van der Beek. Der US-Serienstar und sechsfache Familienvater, der in den 1990er-Jahren durch die Serie „Dawson´s Creek“ bekannt wurde, ist kürzlich mit gerade mal 48 Jahren an Darmkrebs gestorben – nach zweijährigem Kampf gegen die Krankheit. Mögliche Gründe für die Zunahme an jüngeren Darmkrebspatient:innen: Starkes Übergewicht und ein ungesunder Lebensstil. Dank Früherkennung können erste Anzeichen für Darmkrebs aber rechtzeitig erkannt und unmittelbar behandelt werden. „Jeder kann an Darmkrebs erkranken, deswegen ist es wichtig, dass Vorsorgeprogramme rechtzeitig wahrgenommen werden und auch junge Menschen, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt ärztlich abklären lassen“, so Dr. Michael Scheruhn, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Anlässlich des Darmkrebsmonats März laden Dr. Michael Scheruhn, Dr. Kempelmann und Dr. Ayoub vom Darmkrebszentrum Buchholz am Donnerstag, den 12. März 2026, um 18 Uhr, zum GesundheitsGespräch mit dem Titel „Darmkrebs: Früh erkennen, erfolgreich behandeln – was Sie unbedingt wissen müssen“ ins Krankenhaus Buchholz ein. Dr. Henning Kempelmann, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie informiert über die Vorsorge. Über Möglichkeiten der peri- und postoperativen adjuvanten Chemotherapie berichtet Dr. Murwan Ayoub, Oberarzt Internistische Onkologie. Im Anschluss an den Fachvortrag stehen die Referenten für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.
Gute Heilungschancen durch regelmäßige Vorsorge
Die Entstehung von Darmkrebs ist ein schleichender Prozess. Besonders riskant: Er entwickelt sich oft über viele Jahre hinweg und zeigt in frühen Stadien meist keine spezifischen Symptome. Vielmehr treten erst Beschwerden auf, wenn der Tumor meist schon weit fortgeschritten ist. Gerade deshalb spielt die Früherkennung eine entscheidende Rolle. Erste Warnzeichen können Verdauungsbeschwerden wie Darmgeräusche oder Blähungen, häufiger Stuhldrang oder vermehrte Verstopfungen, wiederholter Wechsel von Verstopfung zu Durchfall sein. Auch Schmerzen beim Stuhlgang oder krampfartige Bauchschmerzen unabhängig vom Toilettengang, übelriechender oder bleistiftdünner Stuhl sowie Blut im Stuhl, das ihn rot oder schwarz färbt, sind bereits deutliche Warnzeichen.
Bei keiner anderen Krebsart lässt sich die Entstehung des Tumors durch Vorsorge so gut verhindern wie bei Darmkrebs. Ab dem 50. Lebensjahr haben sowohl Frauen als auch Männer Anspruch auf ein Vorsorgescreening – entweder durch einen Stuhltest oder eine Darmspiegelung. Mit der Darmspiegelung (Koloskopie) lassen sich gutartige Darmkrebsvorstufen, sogenannte Polypen, nicht nur erkennen, sondern auch direkt entfernen – und dies alles unter Kurzzeitnarkose und völlig schmerzfrei. Gesetzlich Versicherten wird die Vorsorgedarmspiegelung seit 2025 sowohl für Frauen als auch für Männer ab dem 50. Lebensjahr alle zehn Jahre angeboten. Bei einem familiären Darmkrebsrisiko wird Verwandten ersten Grades wie Eltern, Geschwistern und Kindern schon zehn Jahre vor dem frühesten Erkrankungsalter in der Familie eine Darmspiegelung zur Krebsfrüherkennung empfohlen. Seit Einführung der Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung für gesetzlich Versicherte geht die Zahl der Neuerkrankungen und Sterbefälle durch Darmkrebs kontinuierlich zurück. Eine alternative Früherkennungsuntersuchung ist die jährliche Stuhlprobe ab dem 50. Lebensjahr. „Die Mehrzahl der Erkrankungen kann durch Vorsorge vermieden werden. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Wir empfehlen, die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen, auch wenn keine Beschwerden bestehen“, betont Dr. Scheruhn. Neben der Früherkennung könne ein gesunder Lebensstil mit ausreichend körperlicher Aktivität, eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung, der Verzicht auf Tabak und Alkohol das Risiko mindern, an Darmkrebs zu erkranken.
Ausgezeichnete medizinische Versorgungsmöglichkeit
Betroffene, bei denen Darmkrebs diagnostiziert wurde, profitieren von einer ausgezeichneten medizinischen Versorgung im Landkreis Harburg. Mit den Krankenhäusern Buchholz und Winsen gibt es zwei von einem unabhängigen Institut zertifizierte Darmkrebszentren. Im Krankenhaus Buchholz werden im Darmkrebszentrum ungefähr 170 Mal jährlich Dickdarmoperationen durchgeführt. Von der Diagnostik mit minimalinvasiven Verfahren über bestmögliche Therapieangebote psychosozialer Betreuung bis hin zur Nachbetreuung wird in interdisziplinären Teams aus Chirurgen, Internisten, Strahlentherapeuten, Onkologen und Pathologen für jede Patientin und jeden Patienten eine individuelle Therapie entwickelt – immer unter Berücksichtigung neuester Forschungserkenntnisse.
Auf einen Blick:
GesundheitsGespräch „Darmkrebs: Früh erkennen, erfolgreich behandeln – was Sie unbedingt wissen müssen“ mit Dr. Michael Scheruhn, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. Henning Kempelmann, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Dr. Murwan Ayoub, Oberarzt Internistische Onkologie
12. März 2026, 18 Uhr
Krankenhaus Buchholz, Cafeteria
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung steht allen Interessierten kostenfrei offen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Übersicht aller GesundheitsGespräche 2026 finden Sie hier.
